Archiv der Kategorie 'Repression'

Stuttgart: Antifaschist in U-Haft

Am 8. Fe­bru­ar gegen 6:00 Uhr, wurde ein Ge­nos­se von RASH Stutt­gart ge­walt­sam von der Po­li­zei aus sei­ner Woh­nung her­aus fest­ge­nom­men. Die Po­li­zei brach die Tür auf und kam mit SEK Be­am­ten und Hun­den in die Woh­nung ge­stürmt. Be­schlag­nahmt wurde der PC, es wur­den Fotos ge­macht.

Dem Ge­nos­sen soll am 17. Fe­bru­ar vor dem Amts­ge­richt der Pro­zess ge­macht wer­den.

Zeigt euch solidarisch!
Freiheit für unseren Genossen!
!Siamo Tutti Antifascisti!

RASH Stuttgart

Hintergrund…

„Am 17.​02.​2012 wird eine Ge­richts­ver­hand­lung zu Un­guns­ten eines Ge­nos­sen von uns beim Stutt­gar­ter Amts­ge­richt statt­fin­den. Ihm wird vor­ge­wor­fen ohne Vor­war­nung auf eine Grup­pe Skin­heads ein­ge­schla­gen, sie da­durch an ihrer Ge­sund­heit ge­schä­digt und dann an­schlie­ßend die Flucht er­grif­fen zu haben. An­geb­lich hat­ten die Ge­schä­dig­ten zuvor einen po­li­ti­schen Dis­put mit dem Ge­nos­sen […]
Tat­säch­lich ging dem Gan­zen eine Be­lei­di­gung in der Öf­fent­lich­keit und ein ver­such­ter An­griff vor­aus, was die Ge­schä­dig­ten spä­ter bei der Po­li­zei na­tür­lich nicht an­ga­ben. Dafür konn­ten sie an­ge­ben dass der An­ge­klag­te aus der Stutt­gar­ter An­ti­fa-​Sze­ne ist […]
Grund genug für die Be­hör­den den Staats­schutz her­an­zu­zie­hen.
Ob­gleich der Eine oder an­de­re aus der kör­per­lich miss­han­del­ten Skin­head­grup­pe auch mal An­ti-​Na­zi-​Auf­nä­her oder But­tons trägt, ist der Groß­teil die­ser Grup­pe de­fi­ni­tiv der Grau­zo­ne zu­zu­ord­nen. So be­zeich­nen sich man­che von ihnen sogar selbst. Viele von ihnen tau­chen re­gel­mä­ßig auf bei­spiels­wei­se Face­book-​Sei­ten wie „Grau­zo­ne Rock n Roll“ auf, bei denen man die Dis­kus­si­on um die Schnitt­stel­le von un­po­li­tisch und rechts ver­sucht ins Lä­cher­li­che zu zie­hen und u.a. völ­lig offen Wer­bung für T-​Shirts mit der Auf­schrift „Un­po­li­ti­sche Ak­ti­on“ macht, die ko­mi­scher­wei­se von einem Neo­na­zi­ver­sand ver­trie­ben wer­den. Hier wurde üb­ri­gens auch schon gegen un­se­ren Ge­nos­sen ge­wet­tert: „Ich würd ja schon gern sein Ge­sicht sehen, wenn auf ein­mal 50 Grau­zo­nis­ten vor sei­nem Haus ste­hen wür­den…“ Fotos von Skin­heads in Skrew­d­ri­ver-​Shirts kann man dort auch fin­den, woran sich von der Grau­zo­ne auch kei­ner stört. Ei­ni­ge der Ge­schä­dig­ten pfle­gen auch Kon­tak­te zur rech­ten Hoo­li­gan­sze­ne und waren sich nicht ein­mal zu scha­de gegen den Ge­nos­sen ge­rich­te­te Flug­blät­ter zur In­for­ma­ti­ons­ver­gif­tung zu ver­tei­len.
Ihre Lieb­lings­bands sind Stom­per 98 und die Kra­wall­brü­der, wer hätte es ge­dacht… Und ganz nach dem Motto „nichts muss, aber alles kann“ ver­su­chen sie ihre A-​Po­li­tik, die doch nur immer nach rechts ver­weist, in Stutt­gart zu eta­blie­ren. Wenn alle Stri­cke rei­ßen, be­die­nen sie sich dann der Staats­macht und ver­su­chen auf die­ser Ebene den von ihnen so ver­hass­ten „Rot­fa­schis­ten“ etwas ent­ge­gen­zu­set­zen, völ­lig skin­head-​li­ke ver­steht sich. Und ganz wie ihre Vor­bil­der selbst […]

Set­zen wir die­ser Pseu­do-​Skin­head-​Kul­tur nun auch etwas ent­ge­gen und neh­men ge­schlos­sen an die­ser Ver­hand­lung teil!
An­ti­fa­schis­mus bleibt le­gi­tim!
Und erst recht in der Skin­head­sze­ne!
Never for­gi­ve, never for­get!
So­li­da­ri­tät mit RASH Stutt­gart und allen an­de­ren An­ti­fa­schis­ten!

Kommt zur Ge­richts­ver­hand­lung am 17.​02.​2012 09:00 UHR
zum Amts­ge­richt Stutt­gart, Hauffstr.5! „

This Weekend: Vienna, Berlin, Goettingen

Vienna

Berlin

Otherwise, in Goettingen, in only a few hours unfortunately…


(More on this in a couple of days)

Göttingen, 2.6 / 4.6: Antifa Solikonzerte: Movement, Talco, Feine Sahne Fischfilet, No Te Va Gustar, …..

As the title says, two nights of good music for an even better cause!

If you need even more good reasons to visit, then we propose you use the opportunity to visit „Flaming Star“ the recently opened, collectively owned and operated, shop/gallery/meeting point right in Goettingen.

Last, but certainly not least, there is still the little problem of the planned Nazi demonstration on the 4th in Braunschweig. Fortunately, a bus will be headed in that direction from Goettingen with the aim of preventing said demonstration, infos here. Tickets of course available at „Flaming Star“ (and the Roter Buchladen!)

Unsere Solidarität Gegen Ihre Repression!
Fire and Flames Music and Clothing

----------------------------------------------------------------------------------

Am Donnerstag den 02. Juni und Samstag den 04. Juni veranstalten Fire and Flames Music und die Antifaschistische Linke International zwei Benefizkonzerte unter dem Titel „Unsere Solidarität Gegen Ihre Repression“. Ziel ist es Geld für im letzten Monaten von Repression betroffen AntifaschistInnen zu sammeln. Die Konzerte finden in der Musa statt und werden vom Bündnis Gegen Rechts Goettingen, der Roten Hilfe, und der Jugendantifa Goettingen unterstützt.

Am Donnerstag geht es los mit internationalen Acts wie „THE MOVEMENT“ aus Kopenhagen, „NO TE VA GUSTAR“ aus Uruguay oder „THE REBEL SPELL“ aus Kanada. Unterstützt werden die von der lokalen Band „MILITANTE PAZIFISTEN“. Dieser Abend bietet sogar zwei „Headliner“ – mit „The Movement“ betritt eine Szenegröße die Bühne, während „No Te Va Gustar“ eine der heutzutage bekanntesten lateinamerikanischen Latin Ska und Reggae Bands ist.
Mit einem Lineup von Power Pop über Latin Ska Reggae zu Punkrock sollte jedeR etwas für sich finden!

Am Freitag Abend haben wir bewusst kein Konzert veranstaltet, damit alle die Möglichkeit haben Samstag früh gut ausgeruht nach Braunschweig zu fahren um sich dort dem geplanten Naziaufmarsch im Weg zu stellen.

Am Samstag Abend geht es weiter mit Ska aus Italien von „TALCO.“ Unterstützt werden sie durch Skapunk von der Rostocker Band „FEINE SAHEN FISCHFILET“ und Punk Rock von „WASTED YOUTH“ aus Schwäbisch-Gmünd.

Alle Informationen rund um die Konzerte findet ihr weiter unten.

For those you planning on coming from other cities, we strongly suggest making use of the online „Vorverkauf“ option, which you can find here. All other informations regarding the concert you can see on the flyer image.

We look forward to seeing you all there!

Thursday, June 2nd
Faithful to the Fire and Flames style, a night as international and musically eclectic as ca be. Starting with up and coming Göttingen punk band MILITANTE PAZIFISTEN, followed by catchy anarchist punkrock from Western „Canada“ from THE REBEL SPELL, continuing with Latin ska and reggae from Uruguayas NO TE VA GUSTAR, to end with power pop played by Copenhagens THE MOVEMENT.


The Movement
, Socialist Power Pop, excellent Mod band from Copenhagen

No Te Va Gustar, Latin SkaReggaePunk from Uruguay.
We are terribly excited about this band. They fill arenas with thousands in South America, and we count ourselves very lucky to have them in Göttingen! Here they are, playing live in Cuba:

The Rebel Spell, New addition to the Fire and Flames Music family, and visiting Göttingen as part of their first European tour presenting „A Beautiful Future.“ A must see!


Militante Pazifisten
, Engaged young Punkrock from Göttingen, sadly as far as we know with no video.

Saturday, June 4th

Talco, Needs almost no introduction, one of the finest political skapunk bands around, from Marghera (Italy).

Feine Sahne Fischfilet, Future Legends of Skapunk, from Rostock

Wasted Youth, Antifascist Streetpunk from Schwäbisch Gmund and the most recent addition to the Fire and Flames family. They will be preseting their new 7″ „Remembering Means Fighting.“

Göttingen: Presseinformation der ALI 22.5.2011

Polizei sichert Neonaziparteitag in Northeim. Brandanschlag auf kurdischen Gemüseladen.

Niedersächsisches Versammlungsgesetz und Einsatz von BFE-Einheiten wirken sich verheerend auf antifaschistische Bewegungsfreiheit aus.

„An den Protesten gegen den Landesparteitag der niedersächsischen NPD in Northeim beteiligten sich heute über 1.500 Menschen. 300 AntifaschistInnen aus dem Bündnis gegen Rechts Göttingen wurde das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit durch die Polizei verweigert. Am Vorabend des NPD-Landesparteitages kam es zu einem Brandanschlag gegen einen kurdischen Gemüseladen in Northeim.


Northeim

Deutliche Kritik übte eine Sprecherin der Antifaschistischen Linken International A.L.I. an einigen RepräsentantInnen des Northeimer Bündnis gegen Rechts. Deren Ankündigung im Vorfeld, die Polizei werde sich ‚um die DemonstrationsteilnehmerInnen aus Göttingen kümmern‘, ist offenbar von der Polizeiführung als Freifahrtschein für eine Verhinderung einer gemeinsamen Demonstration gewertet worden. „Dem Gedanken der antifaschistischen Solidarität wurde am heutigen Tag in Northeim großer Schaden zugefügt“, erklärte die Antifa-Sprecherin. Ihren Dank erklärte sie dem überwiegenden Teil der TeilnehmerInnen der Bündnisdemonstration, die sich dem entgegen solidarisch verhalten haben.


Göttingen

300 bis 400 Menschen waren dem Aufruf des Göttinger Bündnis gegen Rechts gefolgt und am Morgen aus Göttingen mit dem Zug angereist. Ihnen wurde von der Polizei am Northeimer Bahnhof erklärt, sie dürften nur nach individueller Kontrolle und gegebenenfalls Personalienfeststellung an der Bündnisdemonstration teilnehmen. Eine Mehrheit weigerte sich, diese repressive und erniedrigende Maßnahme über sich ergehen zu lassen und beharrte auf einen gemeinsamen Gang zum Auftaktort. Daraufhin wurden sie 5 Stunden in der Sonne festgehalten. Während zeitgleich Verhandlungen mit der Polizeiführung liefen, in denen die Maßnahmen als reine Formalie herunter gespielt wurden, stürmten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) in die Menge und griffen ohne erkennbare Anlässe einzelne Personen brutal aus der Menge. Auch während der daraufhin beschlossenen gemeinsamen Abreise nach Göttingen kam es im Zug zu weiteren polizeilichen Übergriffen, die zu teils sehr gefährlichen Situationen führten. So wurde ein junger Antifaschist von der Bundespolizei wegen vorgeblicher „Beleidigung“ in den Kupplungsbereich zweier fahrender Zugwaggons geschleppt und auf die sich bewegenden Metallbleche gedrückt.

In Göttingen fand dann eine spontane Demonstration durch die Innenstadt statt, in deren Verlauf es zu weiteren Übergriffen durch BFE-Einheiten und zu Verletzten kam.


Rote Strasse

„Die Polizei hat heute eindrucksvoll vorgeführt, welchen antidemokratischen Charakter das neue Niedersächsische Versammlungsgesetz hat und welches Gewaltpotential polizeiliche Spezialeinheiten wie die BFEs in sich tragen“, bewertete eine Sprecherin der A.L.I. den Verlauf des Tages.

Die Konsequenzen dieser Polizeistrategie bekommen MigrantInnen, alternative Jugendliche und engagierte antifaschistische BürgerInnen in Northeim indes bereits zu spüren:

Am 21. Mai 2011, dem Vorabend des NPD-Landesparteitages, wurde in einem kurdischen Obst- und Gemüseladen Am Schaupenstiel in Northeim von Unbekannten ein Feuer gelegt. Zahlreiche MigrantInnen aus Northeim äußerten während der antifaschistischen Kundgebungen am heutigen Sonntag ihre Vermutung, dass es sich bei der Brandstiftung um einen Anschlag durch Neonazis gehandelt habe.

In Internetforen der sogenannten Anti-Antifa wurde in der Tat zuvor zu Neonaziaktionen aufgerufen. An einer Bahnbrücke über die Umgehungsstraße südlich von Northeim hängten Neonazis ein Plakat „good night left side“ auf.

„Der NPD-Landesparteitag hat offensichtlich eine mobilisierende Wirkung auf die militante Neonaziszene in Südniedersachsen. Vor diesem Hintergrund ist der Polizeieinsatz für einen störungsfreien Neonaziparteitag ein fatales Signal!“, kommentierte die A.L.I.-Sprecherin die Ereignisse in Northeim.“


Rote Strasse Inside

(via: ALI)

Göttingen: Police Prevent Antifascist Demonstration in Northeim, Surround Houses on Rote Strasse

This was the view from the windows of the Rote Strasse at ca. 15:00 today (unsurprisingly, a picture in the other direction of the street looked quite similar). Over the last minutes the police presence in front of the houses has diminished, but there is still concern that they may try to enter. NOTE: Unconfirmed, unlikely…so please no panic. But the possibility exists.

Today marked a further step in the police enabled establishment of „national liberated zones,“ as not only were thousands of robocops bussed into Northeim and Göttingen to allow for an undisturbed regional congress of the NPD, they even went so far as to stop hundreds of demonstrators who travelled by train from Göttingen to Northeim from exiting Northeim train station. The prretext: every single individual demonstrator should be controlled! The ensuing conflicts resulted in several injuries, as well as several arrests.

After several hours at Northeim train station, the demonstrators decided to return to Göttingen for a demonstration in the city, which was again confronted with hundreds of police officers, and finally an encirclement of the demonstration in front of the houses of the Rote Strasse.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: